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Sportkreis Calw
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Bericht Schwarzwälder Bote zum Sportkreistag 2022, veröffentlicht 05/22

Von Uwe Priestersbach

Der Sportkreistag im »Hengstbergstüble« des WSV Schömberg bildete am Samstagabend quasi die Hauptversammlung des Sportkreises Calw mit seinen rund 210 Vereinen und über 60.000 Mitgliedern. Alle vier Jahre legt der Sportkreisrat Rechenschaft über seine Arbeit ab – gleichzeitig stehen immer auch Wahlen und Ehrungen an.

»Wir unterstützen die Vereine als verlässlicher Partner auf Augenhöhe«, unterstrich Sportkreis-Präsident Matthias Leyn. So sehe es der Sportkreis als seine Pflicht an, den Vereinen nicht nur mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, sondern ebenso mit finanzieller Unterstützung aus den Fördertöpfen von Landessportbund und Landkreis.
Gleichzeitig sprach er von einem für den Sportkreis wichtigen Tag und betonte nach zwei Corona-Jahren: »Es tut mal wieder gut, sich in geselliger Runde zu treffen«. Trotzdem hatte man das Programm des Sportkreistages jetzt unter dem Einfluss der Pandemie noch mal etwas gestrafft.
Mit Blick auf die Mitgliederentwicklung in den Sportvereinen stellte Matthias Leyn fest, dass die Vereine untereinander nicht mehr in Konkurrenz stehen dürften, sondern gemeinsam an einem Strang ziehen müssten. Als gutes Beispiel dafür bezeichnete er den am Samstag rund um das Schömberger Biathlonzentrum vom WSV Schömberg, dem BSC Schömberg und dem TV Oberlengenhardt ausgerichteten Familiensporttag, der zahlreiche Besucher angelockt hatte.
In seiner Rückschau auf die vergangenen vier Jahre erinnerte Matthias Leyn an die gelungenen Sportlerehrungen 2018 und 2019 – oder an die Sportvergleichswettkämpfe mit den Sportkreisen Freudenstadt und Pforzheim/Enzkeis. Auf diese kreisübergreifende Zusammenarbeit »können wir stolz sein, da gebührt allen Beteiligten ein großes Dankeschön«. Gleichzeitig wies er beim Sportkreistag auf die vielen Bausteine der Sportkreisarbeit hin, wie Fachfortbildungen, Seminare, Förderprogramme, Leistungssportprämie, Kindergartenpreise oder die Ehrenamtspreise hin.

Doch dann wurde im März 2020 mit Corona eine andere Zeitrechnung für die Sportvereine eingeläutet, und der Sport musste ebenfalls mit der neuen Situation umgehen. Trotz der echten Herausforderung in den vergangenen zwei Jahren, zeigte sich der Sportkreis-Präsident überzeugt, »dass wir sie so gut wie es eben geht gemeistert haben«. Klar gab es einen Mitgliederschwund, und man müsse auch darüber reden, dass den Vereinen viele Kinder und Jugendliche verloren gegangen sind, oder dass Vereine ohne ausreichende finanzielle Rücklagen derzeit schwer kämpfen müssen.
Trotzdem müsse man das Beste aus der Situation machen – nach dem Motto »Raus aus Corona – rein ins Vereinsleben«. Ziel sei es nun, die Menschen wieder für das Vereinsleben zu gewinne, und die Jugendlichen davon zu überzeu-gen, dass es mehr gibt als Pla-ystation und Streaming-Dienste. Matthias Leyn zeigte geht davon aus, »dass sich die Menschen wieder mehr für die Vereinsar-beit interessieren werden«.
Bei dieser Gelegenheit dankte er allen Mitgliedern des Sportkreisrates für die »wirklich hervorragende Unterstützung«. Ein besonderer Dank galt Jennifer Rembold, die kurz vor Beginn der Pandemie die Sportkreis-Geschäftsstelle übernommen hatte. „Sie ist für unser Sportkreisteam ein verlässlicher und wertschätzender Partner geworden«, betonte Matthias Leyn.

Den Sportkreis in Zahlen präsentierte anschließend Finanzreferent Jürgen Kistner. Dabei machte er deutlich, dass die Arbeit des Sportkreises ohne die Zuschüsse von WLSB und Landkreis nicht möglich wäre. Als Beispiel nannte er das Förderprogramm für außerschulischen Sportunterricht, das mit 35.000 Euro pro Jahr vom Landkreis Calw unterstützt wird. Obwohl sich die Pandemie auch auf die Einnahmen im Sportkreis ausgewirkt hatte, konnten alle Aufgaben erfüllt werden und die notwendigen Rücklagen sind vorhanden, so Jürgen Kistner.

Für die Sportkreisjugend machte Jürgen Prchal auf die bestehende Kooperation mit der Emminger Wiestalschule aufmerksam, mit der den Kids während des Schulunterrichts wieder Freude an Bewegung gegeben werden soll. An die Adresse von WLSB-Präsidenten richtete er die Bitte, nicht nur außerschulischen Sport zu fördern, sondern auch solche Aktionen. »Es wäre wichtig, dafür ein Programm aufzulegen, um in den Grundschulen auch die bislang nicht so sportaffinen Kinder zu erreichen«, machte der Sport-kreisjugendleiter deutlich.

»Die Sportkreise bilden das Scharnier zwischen dem Württembergischen Landessportbund und den Vereinen«, betonte WLSB-Präsident Andreas Felchle, der bei den Sportkreistagen immer ein gern gesehener Gast ist – und der jetzt im »Hengstbergstüble« des WSV Schömberg natürlich auch die einstimmig erteilte Entlastung des Sportkreis-Vorstandes leitete.
Andreas Felchle, von Haus aus Schwimmer und im Hauptberuf Maulbronner Bürgermeister, ging in seinen Ausführungen auf die Rolle der Vereine ein, wenn es darum geht, Kinder und Jugendliche an den Sport heranzuführen. Zudem seien es die Sportvereine, in denen der Wettbewerb und der Sport gemanagt werden – und von denen »die Champions hervorgebracht werden«.
Allerdings habe die Corona-Pandemie der letzten beiden Jahre die »Vereine in ihren Grundfesten erschüttert«, und Andreas Felchle befürchtet, »dass es viele Ehrenamtliche gibt, die während Corona gemerkt haben, dass es auch ohne Ehrenamt geht«. Diese Funktionäre müsse man unbedingt wieder einfangen – zumal die Mitgliederzahlen bei den Jugendlichen bereits wieder anziehen – und jetzt natürlich Jugendtrainer und Betreuer benötigt werden.
In seinen Ausführungen ging der WLSB-Präsident ebenfalls auf die Themen Migration und Integration ein, wo sich den Vereinen ein breites Tätigkeitsfeld bietet. Gerade mit Blick auf Flüchtlinge aus der Ukraine ist Andreas Felchle überzeugt: »Die Vereine müssen hier Begleiter sein für die Kinder und Jugendlichen, die kicken oder turnen wollen – das ist eine echte Chance«.

Wahlen und Ehrungen standen beim Sportkreistag ebenfalls auf der Tagesordnung. Wie Sportkreispräsident Matthias Leyn deutlich machte, verfüge der Sportkreis Calw über ein »großes und homogenes Team« - das jetzt zum größten Teil zur Wiederwahl bereit stand. So wie Matthias Leyn selbst, der von den Anwesenden mit einem einstimmigen Votum für die nächsten vier Jahre in seinem Amt bestätigt wurde.

Einstimmigkeit herrschte anschließend ebenso bei der Besetzung der weiteren Funktionen: Die Kür der Vize-Sportkreispräsidenten fiel auf Ralph Günthner, Wilhelm Schuurmann, Jürgen Prchal und neu Benjamin Knoll. Ebenfalls gewählt wurden Jürgen Kistner (Finanzreferent), Ulrike Müller (Referentin für Frauen im Sport), Thomas Neuweiler (Schule/Verein), Dieter Hoffmann (Freizeitsport und Sport für Ältere), Uwe Priestersbach (Öffentlichkeitsarbeit), Erich Unruh, Tanja Bauer, Volker Schuler und Holger Klemke (Vertreter der Vereine) sowie Dr. Dietrich Pfeilsticker (Sportkreisarzt). Das Team für das Deutsche Sportabzeichen wird künftig von Karin Weik verstärkt, während Simone Rothfuß und Ludwig Krespach neue Kassenprüfer sind. Bestätigt wurde daneben die vorangegangene Wahl von Jürgen Prchal als Sportkreisjugendleiter.

Ehrungen für langjähriges ehrenamtliches Engagement dürfen auf der Tagesordnung eines Sportkreistages nicht fehlen. Mit der goldenen WLSB-Ehrennadel wurden jetzt die scheidenden Sportkreisrat-Mitglieder Karl-Heinz Berkemer, Helmut Rentschler und Thomas Strienz ausgezeichnet. Die silberne Ehrennadel des Verbandes erhielten Günther Bauer, Monika Bauer, Miriam Zeimet und Tanja Bauer – die im Schömberger Wintersportverein für den Biathlonsport brennen und sich seit Jahrzehnten im Verein engagieren. Mit der bronzenen WLSB-Ehrennadel wurde Sportkreis-Vizepräsident Ralph Günthner geehrt – quasi der »Mann für kniffelige Entscheidungen«, wie es Matthias Leyn in seiner Laudatio formulierte.

 

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Wahl des Sportkreis-Präsidium: Jürgen Prchal, Benjamin Knoll, Ralph Günthner, Ulrike Müller, Matthias Leyn und Wilhelm Schuurmann (von links), es fehlt Jürgen Kistner

 

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Ehrungen für langjähriges ehrenamtliches Engagement standen beim Sportkreistag auf der Tagesordnung

 

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WLSB-Präsident Andreas Felchle dankte dem Sportkreis für seine wichtige Arbeit

 

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Jennifer Rembold ist das Gesicht in der Geschäftsstelle des Sportkreises

 

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Matthias Leyn dankte Sportkreis-Jugendleiter Jürgen Prchal für seine nunmehr 27-jährige Arbeit
Fotos: Priestersbach

 

Bericht Schwarzwälder Bote zum Sportkreisjugendtag 2022, veröffentlicht 05/22

Von Uwe Priestersbach

„Die heutige Jugend ist besser als ihr Ruf“, erklärte Jürgen Prchal beim Sportkreisjugendtag im „Hengstbergstüble“ des WSV Schömberg. Gleichzeitig machte der Sportkreisjugendleiter einmal mehr deutlich, wie wichtig der Kinderschutz vor sexualisierter Gewalt in den Vereinen sei.

Seiner Ansicht nach haben immer noch viel zu wenige Vereine die Voraussetzungen für das Gütesiegel „Kein Raum für Missbrauch – Aktiv für den Kinderschutz“ erfüllt. Dabei sorge gerade die Zertifizierung als „Präventionsarbeit auf höchstem Niveau“ für einen bestmöglichen Schutz von Kindern und Jugendlichen – aber ebenso für Trainer und Betreuer im Jugendbereich. Vor diesem Hintergrund betonte Jürgen Prchal: „Von uns bekommt kein Verein Zuschüsse, der die Vereinbarung zum Kinderschutz nicht abgeschlossen hat“.

In seinem Bericht über die Arbeit der Sportkreisjugend in den letzten vier Jahren ging Jürgen Prchal ebenso auf eine Kooperation mit der Emminger Wiestalschule ein, die bei allen Beteiligten sehr gut ankomme. Mit im Boot sind bei der Kooperation neben der Sportkreisjugend ebenfalls das Landratsamt Calw in Gestalt des Integrationsmanagers Eberhard Karl und der Emminger Sportverein. Ziel ist es, neue Wege im Schulsport zu beschreiten und weniger sportaffine Kinder in Bewegung zu bringen.

Als Riesenproblem bezeichnete Jürgen Prchal den Umstand, dass das Amt des Finanzreferenten der Sportkreisjugend bereits seit über drei Jahren vakant ist – und daher kommissarisch vom Sportkreis-Schatzmeister Jürgen Kistner mit übernommen wird. Nachdem es jetzt erneut keinen Kandidaten für die Kassenführung gab, machte der Sportkreisjugendleiter bei den Wahlen seine Kandidatur davon abhängig, dass Jürgen Kistner sich bereit erklärt, die Kasse der Sportkreisjugend für die nächsten zwei Jahre weiterzuführen. Dazu gab der sichtlich überraschte Jürgen Kistner seine Zustimmung – und so fiel die anschließende Wahl von Jürgen Prchal bei Enthaltung des Betroffenen einstimmig aus. Als stellvertretender Sportkreisjugendleiter wurde Roland Renz im Amt bestätigt, ebenso Jugendsprecher Jannik Mehl. Vakant bleibt jedoch nicht nur der Posten des Kassiers, sondern ebenso die Ämter der Beisitzer, während Jürgen Prchal die Tätigkeit als Präventionsbeauftragter mit übernimmt.

„Die Sportkreisjugend leistet hervorragende Arbeit, um allen Kindern und Jugendlichen die Teilnahme am Sport zu ermöglichen“, erklärte Anne Köhler. Gerade nach den beiden Corona-Jahren mit wenig Bewegung sei es jetzt wichtig, die motorischen Fähigkeiten wieder zu fördern, so die Vorsitzende der Württembergischen Sportjugend. Überhaupt sollte in diesem Land kein Kind ohne Sport aufwachsen, machte sie deutlich, dass da auch die Politik gefordert und ein Bürokratieabbau nötig sei.

Sportkreispräsident Matthias Leyn bescheinigte der Sportkreisjugend, dass „sie sehr viel macht und viele Ideen hat“. Besonders hob er das über 25-jährige Engagement von Jürgen Prchal als Sportkreisjugendleiter zum Wohle der Vereine hervor und betonte: „Das ist nicht selbstverständlich“. Gleichzeitig sprach Matthias Leyn von der aktuellen Herausforderung, nicht nur die Kinder und Jugendlichen wieder für den Vereinssport zu begeistern, sondern ebenfalls die Betreuer und Jugendtrainer. Das konnte Kreisjugendreferent Wolfgang Borkenstein nur unterstreichen, denn die Kinder hätten zwei Jahre lang die Gemeinschaft vermisst und müssten das Zusammenwirken nun erst wieder erlernen. Wie der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus Mack in seinem Grußwort deutlich machte, müssten jetzt nach Corona die Vereine vorangehen, damit sich die Menschen wieder bewegen und Kontakte haben. Trotz neuer Herausforderungen durch den Krieg in der Ukraine, dürften sich die Menschen „davon im kleinen Alltag nicht entmutigen lassen“.

Ehrungen standen jetzt ebenfalls auf der Tagesordnung: Für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz im WSV Schömberg wurden Monika Bauer, Tanja Bauer, Miriam Zeimet und Ralf Eutinger mit der Goldenen Ehrennadel der Württembergischen Sportjugend ausgezeichnet. Die silberne WSJ-Ehrennadel ging an Kevin Eutinger, während der stellvertretende Sportkreisjugendleiter Roland Renz die bronzene Ehrennadel des Württembergischen Landessportbundes erhielt.

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Langjährig ehrenamtlich engagierte Vereinsvertreter wurden jetzt beim Sportkreisjugendtag geehrt

 

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Das Dreigestirn an der Spitze der Sportkreisjugend: Jürgen Prchal, Jannik Mehl und Roland Renz (von links)
Fotos: Priestersbach

 

Bericht Schwarzwälder Bote zur Verleihung des Kindergarten-Preises 2021, veröffentlicht 12/21

Von Uwe Priestersbach

Kreis Calw/Ebhausen. Die Verleihung des Kindergartenpreises für bewegungsfreundliche Kindergärten hat beim Sportkreis Calw eine gewisse Tradition. In diesem Jahr stand die Ausschreibung unter dem bezeichnenden Motto: „Sport- und bewegungsfreundlicher Kindergarten – Corona zum Trotz!“.

Vier Kindergärten erhielten jetzt in Ebhausen den mit jeweils 250 Euro dotierten Preis überreicht. Im Einzelnen waren dies der Tigerenten-Kindergarten Ebershardt, der Kindergarten Spatzennest aus Egenhausen sowie die Evangelischen Kindergärten Rotfelden und Stuhlberg Ebhausen, die sich als besonders bewegungsfreundliche Kindertageseinrichtungen für die ausgelobten Preise beworben hatten.

Gerade in den vergangenen Monaten, in denen der organisierte Sport durch die Corona-Pandemie quasi zum Erliegen kam, habe es sich gezeigt, so die Intention des Sportkreises, wie wichtig es ist, die Kinder für Sport und Bewegung zu begeistern. Und so hätten die nun ausgezeichneten Kindergärten eindrucksvoll gezeigt, was sie Corona zum Trotz in diesen Zeiten Sportliches geleistet haben   

„Wir wollen die Bevölkerung in Sachen Sport mobilisieren“, erklärte Sportkreis-Präsident Matthias Leyn jetzt bei der Preisübergabe, wie wichtig Sport und Bewegung gerade in der Coronazeit für die Menschen seien. Die Präsentationen der teilnehmenden Kindergärten hatten dem Sportkreisrat gezeigt, dass die Erzieherinnen auch in diesem Bereich viel leisten. Deshalb werde der Sportkreis das Engagement weiterhin unterstützen und seinen Wettbewerb zur Bewegungsförderung in den Kindergärten auch im kommenden Jahr ausschreiben.

Landrat Helmut Riegger dankte dem Sportkreis Calw, dass dieser Preis jedes Jahr vergeben wird, um den Sport im Landkreis voranzubringen. Bei dieser Gelegenheit betonte der Landrat: „Den Bewegungsmangel bei Kindern sehen wir überall“. Und so ist Helmut Riegger überzeugt, dass es gerade während der Pandemie und der einhergehenden Bewegungsarmut wichtig ist, schon „die Kinder in den Kindergärten zu motivieren, Sport zu treiben“. Vor diesem Hintergrund findet er es toll, wenn sich die Kindergärten in diesem Bereich engagieren und den Kindern spielerisch den Sport beibringen – und das obwohl in den Betreuungseinrichtungen derzeit auch mit vielen anderen Problemen gekämpft werden müsse. Doch zeige die Erfahrung eben: Wenn man als Kind keinen Sport mache, bleibe das meist auch im Alter so. Zudem, so der Landrat, bilden die Sport- und Bewegungsangebote in den Kindergärten eine Basis dafür, dass die Sportvereine später junge Leute gewinnen können.

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Vier Einrichtungen wurden mit dem Kindergarten-Preis des Sportkreises Calw e.V. ausgezeichnet.
Foto: Priestersbach

 

Bericht Schwarzwälder Bote zum Freundschaftsspiel Lebenshilfe Oberes Nagoldtal e.V. gegen SV Vollmaringen e.V., veröffentlicht 08/21

Von Uwe Priestersbach

Nagold-Vollmaringen. Vor einer tollen Zuschauerkulisse trafen die Fußballer des SV Vollmaringen und ein Inklusionsteam der Lebenshilfe zum Freundschaftsspiel aufeinander. 8:8 stand es nach einer Stunde Spielzeit – und allen Akteuren hatte es mal wieder Spaß gemacht.

sv vollmaringen und lebenshilfe 1Immerhin war es mittlerweile zwei Jahre her, dass auf dem Vollmaringer Sportplatz das letzte gemeinsame Sportfest über die Bühne gehen konnte. "Wir freuen uns sehr, dass dieses Spiel zustande gekommen ist", erklärte Jürgen Kistner als Ehrenvorsitzender des SV Vollmaringen. Nach der pandemiebedingten Absage des diesjährigen Fußballturniers, sollte das Event jetzt gewissermaßen ein Ersatz für die entgangenen Fußballfreuden sein.
Gleichzeitig bildete das Freundschaftsspiel aber auch den Auftakt für das Projekt "Einfach-Macher". Dieses neue Projekt hat zum Ziel, dass im Bereich des Sports der Inklusionsgedanke in den Vereinen weiter gefördert wird. In den einzelnen Sportkreisen werden Teams gebildet, die vor Ort Werbung für die Inklusion im Sport weitertragen sollen. Das "Einfach-Macher-Team" für den Sportkreis Calw besteht aus vier Mitgliedern der Lebenshilfe Oberes Nagoldtal und des Sportvereins Vollmaringen.


Im Mittelpunkt des Geschehens stand nun aber das vor allem von den Spielern der Lebenshilfe nach der langen Coronapause heiß herbeigesehnte Fußballspiel. Nachdem sich am Freitagabend ein Gewitterschauer verzogen hatte, wurde es auf dem Sportplatz richtig feierlich: Die Vollmaringer Musikanten leiteten das Fußballspektakel mit flotter Marschmusik ein – und dem Einlauf der beiden Mannschaften folgte noch die Nationalhymne. Als das Freundschaftsspiel dann unterm Regenbogen angepfiffen war, entwickelte sich ein munterer Kick – in dem die Vollmaringer Bezirksligacracks nicht immer mit letzter Konsequenz zur Sache gingen. So stand es beim Halbzeitpfiff dann auch 5:4 für das Inklusionsteam der Lebenshilfe, in dem die Vollmaringer Trainer um Michele Klarner mitmischten. Nach dem Seitenwechsel machte Till Wagner mit einem Hattrick das 7:4 perfekt. Doch als beim Inklusionsteam die Kräfte nachließen, sorgten die Platzherren beim 8:8 noch für den Ausgleich – und in so einem Spiel ist es nur recht und billig, dass es keine Sieger gibt. Oder eigentlich nur Sieger, denn alle Akteure erhielten die obligatorische Medaille.

Für einen Spaß am Rande sorgte zudem ein Elfmeterschießen in der Halbzeitpause, an dem sich unter anderem Oberbürgermeister Jürgen Großmann, Lebenshilfe-Vorstandssprecher Matthias Köhler, SV-Vorstand Uli Schick oder Alexander Fangmann - Inklusionsbeauftragter beim WLSB und Kapitän der Nationalmannschaft der Blindenfußballer - beteiligten.

Wie OB Jürgen Großmann anschließend feststellte, sei die mittlerweile 36-jährige Kooperation von Sportverein und Lebenshilfe in Vollmaringen ein "leuchtendes Beispiel dafür, wie man Menschen mit und ohne Handicap als Gemeinschaft zusammenführt". Dass "die wenigsten Vereine Inklusion so leben wie der SV Vollmaringen", bedauerte jetzt auch Alexander Fangmann. Doch um das zu ändern wurde das von der Aktion Mensch finanzierte Projekt der "Einfach-Macher" initiiert. "Wir müssen die Vereine für das Thema Inklusion sensibilisieren", machte der Blindenfußballer deutlich, dass viele Vereine noch zu wenig Berührungspunkte zu Menschen mit Handicap hätten. "Es wäre schön, wenn jeder Mensch vor seiner Haustüre Sport- und Bewegungsangebote wahrnehmen könnte", wie Christopher Märkle hinzufügte, der beim Landesverband der Lebenshilfe für die Themen Sport und Inklusion zuständig ist.

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Mannschaften beim Einlaufen

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OB Jürgen Großmann machte beim Elfmeterschießen eine gute Figur
Fotos: Priestersbach

 

Bericht Schwarzwälder Bote zur Verleihung der Familiensportabzeichen, veröffentlicht 07/21

Von Uwe Priestersbach

Kreis Calw. Das Familiensportabzeichen ist seit vielen Jahren ein Klassiker im Sportkreis Calw – und das auch in Zeiten der Corona-Pandemie. So beteiligten sich im letzten Jahr 51 Familien mit über 200 erfolgreichen Teilnehmern an diesem Angebot. Im Calwer Georg-Baumann-Stadion wurden jetzt die Urkunden und Preise verliehen.

Nach wie vor zählt der Sportkreis Calw in diesem Segment unter der Regie von Sportabzeichen-Referent Wilhelm Schuurmann zu den Spitzenreitern im Bereich des Württembergischen Landessportbundes. Zudem hat das Sportabzeichen in Deutschland bereits eine weit über 100-jährige Tradition - wobei sich der Sportkreis Calw mit seinen rund 58.000 Mitgliedern in über 200 Vereinen besonders dafür einsetzt, dass der Breitensport in der Gesellschaft verankert wird. Deshalb ist das Sportabzeichen auch eine wichtige Säule im Jahresprogramm des Sportkreises.

Die Organisatoren um Wilhelm Schuurmann betonen denn auch: „Bewegung ist wichtig und wir müssen uns körperlich betätigen“. Vor allem die vielen langjährigen Teilnehmer haben Ausdauer bewiesen und erneut die Herausforderung angenommen. Gleichzeitig bescheinigte Wilhelm Schuurmann den Vereinen „eine stramme Leistung“ dafür, dass auch im Coronajahr 2020 so viele Sportabzeichen absolviert wurden. Gleichzeitig bezeichnete er das Sportabzeichen als „Olympiade des kleinen Mannes“.

Dank galt neben den ehrenamtlichen Helfern bei der Sportabzeichen-Abnahme vor allem den Sponsoren von AOK und Raiffeisenbank im Kreis Calw, durch deren Unterstützung für die Kinder und Jugendlichen eine kostenlose Teilnahme möglich ist. Bei der Verleihung der Familiensportabzeichen in Calw machte Tobias Mohn von der Raiffeisenbank im Namen der Sponsoren deutlich, dass das Sportabzeichen einfach etwas Besonderes sei. Doch auch das Vereinsleben sei „wahnsinnig wichtig und gemeinschaftsbildend“.

Spitzenreiter beim Familiensportabzeichen war in diesem Jahr die Familie Seeger aus Simmersfeld, die mit neun Personen aus drei Generationen an den Start ging. Den zweiten Platz teilten sich die Familien Perrot aus Calw und Herb aus Nagold. Am Längsten mit von der Partie ist die Familie Bez aus Emmingen, die es mittlerweile auf 32 erfolgreiche Teilnahmen bringt.

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Das Familiensportabzeichen im Sportkreis Calw errangen trotz Corona über 200 Teilnehmer
Foto: Priestersbach 

 



Bericht Schwarzwälder Bote zur Vergabe Sportkreis-Ehrenpreis, veröffentlicht 12/2019


Von Uwe Priestersbach

Kreis Calw Dass der Sportkreis Calw mit seinen 57.000 Mitgliedern in 209 Mitgliedern in diesem Jahr erneut viel umgesetzt hat, wurde beim traditionellen Jahresessen der Sportkreisräte im Oberkollbacher »Hirsch« deutlich. Gleichzeitig konnten dabei herausragende Vereinsfunktionäre ausgezeichnet werden.
Wie Sportkreis-Präsident Matthias Leyn in Erinnerung rief, ist der gemeinsame Abend der Sportkreisfamilie eine lieb gewonnene Tradition, um ein Jahr mit vielen Aktivitäten zu beschließen. Zu den Highlights zählten vor allem die Sportlerehrungen in Altburg mit der Proklamation der Sportler des Jahres, die Verleihung der Familiensportabzeichen, der Kindergartenpreis oder jüngst die Vergabe der Leistungssportprämien an erfolgreiche Sportler aus der Region.
Bei dieser Gelegenheit konnte außerdem besonders engagierten Funktionären der Sportkreis-Ehrenpreis verliehen werden – eine Auszeichnung, die nur Vereinsvertreter erhalten, die sich über Jahrzehnte hinweg ehrenamtlich für den Sport eingesetzt haben.
Ein Paradebeispiel dafür ist Günter Klink, der bereits seit über 18 Jahren Vorsitzender der Spvgg Berneck/Zwerenberg ist – und der sich zuvor schon zehn Jahre lang als zweiter Vorsitzender engagiert hatte. Wie Sportkreispräsident Matthias Leyn in seiner Laudatio deutlich machte, fällt in die Amtszeit von Günter Klink vor allem eine sehr positive Entwicklung im Mädchen- und Frauenfußball. Immerhin sind die Frauen im Sommer als Landesligameister in die Verbandsliga aufgestiegen. Tolle Rahmenbedingungen habe der rund 400 Mitglieder zählende Verein daneben in den letzten Jahren auf dem Sportgelände geschaffen. So erinnerte Matthias Leyn an die Erweiterung des Sportheims, bei der nicht nur rund 300.000 Euro investiert wurden. Außerdem wurden unter der Regie von Günter Klink fast 6.000 Arbeitsstunden in Eigenleistung erbracht. Im vergangenen Jahre konnte zudem ein neues Spielfeld samt Flutlichtanlage eingeweiht werden.      
Von einem ebenso vorbildlichem wie langjährigen ehrenamtlichen Engagement sprach der Sportkreispräsident bei der Ehrung von Monika Bauer, die 1973 zu den 14 Gründungsmitgliedern des Wintersportvereins Schömberg zählte. Zwischenzeitlich gehöre der WSV mit nahezu 1.000 Mitgliedern zu den Aushängeschildern der »Glücksgemeinde« im Schwarzwald.
In den vergangenen 46 Jahren war Monika Bauer in vielfältigen Funktionen aktiv – sei es als zweite Vorsitzende, als langjährige Abteilungsleiterin oder bei der Organisation von Biathlon-Wettbewerben und anderen Veranstaltungen des WSV Schömberg. 17 Jahre lang war die Abteilungsleiterin der Skigirls, seit 1999 ist Monika Bauer nun schon als Abteilungschefin der Spart Ski Nordisch aktiv. Daneben gehörte sie zum Planungsteam des Biathlon-Zentrums in Schömberg, und seit 2015 ist sie Leiterin des Landesstützpunktes Biathlon in Schömberg. Wie Matthias Leyn deutlich machte, würdige man so einen großen Einsatz gerne mit dem Ehrenpreis des Sportkreises.

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Hochkarätige Ehrungen beim Sportkreis Calw: Matthias Leyn (links) zeichnete Monika Bauer und Günter Klink mit dem Sportkreis-Ehrenpreis aus.
Foto: Priestersbach

 


Bericht Schwarzwälder Bote zur Leistungssportprämie 2019, veröffentlicht 11/2019

Von Uwe Priestersbach

Kreis Calw Der Sportkreis Calw mit seinen über 57.000 Mitgliedern in 209 Vereinen versteht sich als Lobbyist des Sports und als Dienstleister der von ihm betreuten Vereine. Zwar steht dabei nach wie vor der Breitensport im Fokus, doch seit einigen Jahren werden auch Leistungssportler aus der Region unterstützt.
Im Calwer Casino der Sparkasse Pforzheim-Calw konnten jetzt bereits zum sechsten Mal erfolgreiche Einzelsportler und Mannschaften aus dem Sportkreis mit einer Leistungssportprämie gefördert werden. Damit sollen sportliche Leistungen honoriert werden, die sich vom reinen Breitensport abheben, zumal gerade der Leistungsbereich im Sport mit hohen Kosten verbunden ist. Vor diesem Hintergrund sind die von der Sparkasse gesponserten Prämien in Höhe von 500 Euro für Mannschaften und 250 Euro für Einzelsportler als Zuschuss für die Aufwendungen gedacht, wobei die Auswahl der Empfänger vom Sportkreisrat festgelegt wurde.
Sportkreispräsident Matthias Leyn, der die Prämien zusammen mit seinem Stellvertreter Ralph Günthner überreichte, bezeichnete die jetzt ausgezeichneten Sportler in seiner Laudatio als Aushängeschilder des Sportkreises – auf die man stolz sein könne.
In seiner Eigenschaft als Schirmherr der Aktion gratulierte der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Blenke den prämierten Sportlern zu ihren tollen und außergewöhnlichen Leistungen. Gleichzeitig fand er es „schön, dass diese außergewöhnlichen Leistungen auch gewürdigt.
Ausgezeichnet wurden jetzt die Faustball-Frauen des TSV Dennach um Rekordnationalspielerin Sonja Pfrommer, die in diesem Jahr eine noch nie erreichte Serie an nationalen und internationalen Erfolgen verbuchten. So holte das Bundesliga-Team aus Dennach nicht nur den Europa-Pokal in der Hallen- und in der Feldrunde – sondern erstmals auch den Titelgewinn des Weltpokals in Salzburg. Im „Goldrausch“ waren ebenso die Faustballerinen des TSV Calw, die sich in der Bundesliga den Titel der Deutschen Meisterinnen in der Hallenrunde 2019 erkämpften. Die Faustball-Männer aus Calw toppten diesen Erfolg noch und errangen mit dem Europa-Pokal den bislang größten Erfolg in der Vereinsgeschichte.
Dass der Faustballsport im Kreis Calw auch in den nächsten Jahren auf Erfolge hoffen darf, dafür bürgt auch die Nachwuchsarbeit. So holten sich mit der U12- und der U14-Mannschaft gleich zwei Nachwuchsteams des TV Unterhaugstett die Titel als Deutsche Meister. Prämiert wurden jetzt ebenso die Fußball-Frauen der Spvgg Berneck/Zwerenberg, die in der vergangenen Saison in der Landesliga Meister wurden und den Aufstieg in die Verbandsliga feiern durften.  
Bei den Einzelsportlern erhielt Sportschützin Jenny Klein vom SSV Bad Herrenalb die Leistungsprämie, nachdem sie sich mit einem Weltklasse-Resultat von 598 Ringen (von 600 möglichen Ringen) die Goldmedaille bei den Deutschen Meisterschaften holte. Philip Schulze zählt zu den Leistungsträgern beim Schömberger Bogensportclub – und weil er sich mit dem Feldbogen in diesem Jahr zum zweiten Mal den Titel des Deutschen Meisters sicherte, wurde er im Herbst in den Nationalkader berufen. Ebenfalls ausgezeichnet wurde jetzt Simon Schneller vom TV Oberlenghardt, der nach seinen Erfolgen mit dem Mountainbike in der Disziplin 2Cross Country“ als Nachwuchsfahrer bei einem Rennstall als Profi unter Vertrag steht. Für ihre Erfolge als Schwimmerin wurden daneben Lea Jocubeit vom TSV Wildbad prämiert – und neun Mal findet man sie auf Platz 1 der Württembergischen Bestenliste. Ein echtes Talent im Bogensport bei den SF Gechingen ist Jonathan Vetter, der vor zehn Jahren über die Kooperation Schule/Verein den Weg zur Schützenabteilung fand. Zwischen hat er bereits zwei Mal die Deutsche Meisterschaft errungen – und sein Traum sind nach der Berufung ins Nationalteam die Olympischen Spiel 2024 in Paris.

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Erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler aus dem Sportkreis Calw erhielten in dieser Woche die Leistungssportprämie.
Foto: Priestersbach
 

Helmut Eckert
verstorben am 6. Februar 2013

Werner Krauss
verstorben am 30. März 2022

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